Der Alte Bahnhof in Trais-Horloff ist seit Ende September offiziell ein NABU-Erlebnispunkt. Mit dieser Auszeichnung würdigt der NABU Landesverband Hessen Orte, an denen Natur erlebt, Wissen vermittelt und Menschen für den Schutz der heimischen Umwelt begeistert werden können.
Bei schönstem Wetter wurde die Auszeichnung vor Ort gefeiert. Andreas Sievernich, Mitglied des Landesvorstands des NABU Hessen, überreichte die Plakette an den NABU Horlofftal. Vorstandsmitglied Wolfgang Macht bedankte sich herzlich für die Würdigung und betonte, dass diese Auszeichnung allen gelte, die sich seit Jahrzehnten für den NABU Horlofftal und seinen besonderen Standort, den Alten Bahnhof in Trais-Horloff, engagieren.

Im Mittelpunkt der Feier stand die feierliche Enthüllung der neuen Infotafel, die den Alten Bahnhof nun als NABU-Erlebnispunkt und „Tor zur Natur der Horloffaue“ ausweist. Die Tafel wurde vom NABU Landesverband Hessen gestiftet. Die inhaltliche Gestaltung übernahmen Dr. Anika Denninger und Susanne Krüger. Die Tafel stellt den Besucherinnen und Besuchern unter anderem das europäische Schutzgebiet „Mittlere Horloffaue“ vor, das zu den artenreichsten Lebensräumen Hessens zählt.

Ein besonderer Dank gilt Roger Rahn, der sich um die Aufhängung und die fachgerechte Montage der Infotafel vor Ort kümmerte. Die dafür angefertigte Aufhängung stellte er dem NABU Horlofftal zudem als Spende zur Verfügung.
Anschließend wurde die Auszeichnung bei einem kleinen Empfang in geselliger Runde gefeiert. Mit dabei waren Vertreter der Hungener NABU-Ortsgruppen aus Villingen, Langd und Nonnenroth, Mitglieder und Freunde des NABU Horlofftal sowie Ernst Brockmann vom NABU-Kreisverband Gießen.

Als NABU-Erlebnispunkt soll der Alte Bahnhof, der direkt an der „Wetterauer Seenplatte“ und dem „Limesradweg“ liegt, künftig noch stärker als Ort der Begegnung mit der Natur wahrgenommen werden. Besucherinnen und Besucher können hier im Rahmen des jährlich wechselnden Veranstaltungsangebots des NABU Horlofftal Informationen über die heimische Tier- und Pflanzenwelt erhalten und zugleich erfahren, wie Naturschutz vor Ort gelebt und umgesetzt wird.
Fotos: Susanne Krüger und Johannes Fritzsche
Text: Dr. Anika Denninger

